Der Markt für E-Mobilität wächst europaweit

„Wir erleben derzeit die besten Rahmenbedingungen für E-Mobilität in Europa, die wir bisher gese- hen haben.“ Philippe Vangeel, Generalsekretär des europäischen Verbands für Elektromobilität AVERE, registriert in allen europäischen Ländern deutliche Umsatzsteigerungen. Viele Regionen hätten bereits ein gutes Ladenetz aufgebaut. „Wir sehen nicht mehr wirklich viele Hindernisse für die Masseneinführung der E-Mobilität.“

Das gilt besonders für Norwegen, das Land mit dem höchsten Bestand an E-Fahrzeugen. Über 210.000 rollen nach Angaben der EU über die Straßen des Landes mit ca. 12.000 Ladepunkten. Fast jeder zweite verkaufte Neuwagen fährt mit Strom. Der norwegische Erfolg ist auf ein Paket von Anreizen zurückzuführen. Wer ein E-Mobil kauft oder least, muss beispielsweise keine Mehrwertsteuer und Kraftfahrzeugsteuer zahlen. Er zahlt nur die Hälfte auf Mautstraßen und öffentlichen Parkplätzen und darf auf Busspuren fahren.

In den Niederlanden handelt es sich bei jeder zehnten Neuzulassung um ein elektrisches Fahrzeug. Mit fast 44.000 Ladestationen für knapp 75.000 E-Mobile verfügt das Land über das dichteste Versorgungsnetz in Europa. Regierung, Kommunen und Industrie haben sich gleichermaßen am Aufbau der Infrastruktur beteiligt. Die Rahmenbedingungen haben sich weiter verbessert: Wer ein Elektroauto kauft, aber keinen eigenen Parkplatz besitzt, kann einen Antrag zur Errichtung einer öffentlichen Ladestation in seiner Nähe stellen.

In Deutschland tanken nicht wenige zuhause (ca. 33.000 Ladestationen). Nicht zuletzt treiben hier private PV-Anlagenbesitzer die Nachfrage nach E-Mobilität an (ca. 148.000 E-Fahrzeuge). Immer mehr Bundesbürger wollen mit dem Solarstrom vom eigenen Dach die Batterien ihrer Elektrofahrzeuge füllen. Insbesondere, wenn die ersten Photovoltaikanlagen aus der EEG-Vergütung fallen, liegt es auf der Hand, mit dem eigenen Strom ein Elektrofahrzeug zu betreiben.

E-Mobilität macht nur Sinn, wenn der Strom für die Batterie aus erneuerbaren Energien stammt. Das weiß man auch in Frankreich (ca. 30.000 Ladepunkte). Dort haben der E-Mobil-Verband Avere-France und die Solarvereinigung ENERPLAN deshalb eine Partnerschaft mit dem Ziel vereinbart, nicht nur den Bestand mit derzeit über 150.000 E-Fahrzeugen zu steigern, sondern auch den Anteil des Sonnenstroms an ihrer Beladung. Ein Thema, zu dem The smarter E Europe die aktuellsten Lösungen präsentiert.


Hintergrundinformationen zu den EU Top-Märkten auf

->  News & Presse ->  Experteninterviews