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Flächendeckende Ladeinfrastruktur als Schlüssel für eine klimafreundliche Mobilität

München, 14. Dezember 2017: Elektrofahrzeuge betrieben mit Solar- oder Windstrom sind weltweit der Schlüssel, um Mobilität zukünftig klimafreundlich und nachhaltig umzugestalten. Damit sich Elektromobilität durchsetzen kann, ist dabei vor allem eines notwendig: eine flächendeckende Ladeinfrastruktur. Wie sich die weltweite Ladeinfrastruktur entwickelt und welches Potenzial der Markt birgt, das erfahren Besucher auf der Power2Drive Europe. Die internationale Fachmesse für Ladeinfrastruktur und Elektromobilität findet vom 20. bis 22. Juni 2018 gemeinsam mit drei weiteren Energiefachmessen unter dem Dach von The Smarter E Europe auf der Messe München statt – und ist somit der ideale Treffpunkt für Akteure der Energie- und Mobilitätsbranche.

 

Saubere Mobilitätslösungen sind auf dem Vormarsch: Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt wurden von Januar bis November 2017 21.644 Elektrofahrzeuge und 26.560 Plug-In Hybride in Deutschland zugelassen – für beide Segmente ein Zuwachs von rund 115 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bis 2030 sollten laut der International Renewable Energy Agency (IRENA) weltweit bis zu 50 Millionen Elektroautos auf den Straßen unterwegs sein.

Um die Attraktivität von Elektromobilität weiter zu erhöhen, arbeitet die Branche neben weiteren E-Auto-Modellen vor allem am Ausbau der Ladeinfrastruktur. Auch die Integration innovativer Technologien und Konzepte rund um das Thema „Strom-Tanken“ stehen auf dem Programm. Denn für längere Fahrtstrecken sind flächendeckend öffentliche Ladestationen notwendig, um das Reichweitenproblem zu lösen. Aktuell befinden sich nämlich noch 85 Prozent der Ladeinfrastruktur in Deutschland im privaten Bereich – das heißt beim Eigenheim, auf Parkplätzen und Tiefgaragen von Wohnanlagen, Mehrfamilienhäusern und Wohnblocks sowie auf Firmenparkplätzen.

 

Investitionen in die Ladeinfrastruktur nehmen zu

Insgesamt 4.730 öffentliche Ladesäulen gibt es derzeit in Deutschland, davon sind 530 Schnellladesäulen. Sie verfügen über 10.700 öffentliche Ladepunkte. Wie wichtig eine flächendeckende Infrastruktur ist, haben Unternehmen, Energieversorger und der öffentliche Sektor erkannt: Erst im November hat das Joint Venture IONITY aus führenden Automobilherstellern ein europaweites Ladenetz angekündigt. Rund 400 Schnellladestationen entlang der Hauptverkehrsachsen in Europa sollen bis 2020 entstehen. Darüber hinaus stattet das Bundesverkehrsministerium die rund 400 eigenen Raststätten an Bundesautobahnen der Autobahn Tank & Rast GmbH mit Schnellladesäulen und Parkplätzen für Elektrofahrzeuge aus. Hinzu kommt, dass die EU-Kommission das 300-Millionen-Euro-Förderprogramm des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genehmigt hat. Ziel ist es hier, eine flächendeckende Ladeinfrastruktur mit bundesweit 15.000 Ladesäulen aufzubauen.

Ladeinfrastruktursysteme, -konzepte und -technologien bergen also ein enormes Geschäftspotenzial. Denn mit weiteren Ladestationen, neuen Ladetechnologien und der Integration in bestehende Stromnetze nehmen Interesse sowie Markttauglichkeit der Elektromobilität stetig zu. Bis 2025 könnte der weltweite Markt für Ladeinfrastruktur rund 46 Milliarden Dollar erreichen, so die Analyse von Grand View Research Inc.

 

Branchenübergreifende Kooperationen führen zu neuen Geschäftsmodellen

Energieversorger, Automobilhersteller und neue Akteure drängen in den noch jungen Industriezweig und haben innovative Technologien und Konzepte im Gepäck. Beispielsweise entwickelt der Power2Drive-Europe-Aussteller Ubitricity Bezahl- und Abrechnungslösungen für Strom aus Ladesäulen. The Mobility House, ebenfalls auf der Messe präsent, schlägt mit Vehicle-to-Grid-Konzepten sowie Lade- und Energiespeicherlösungen rund um die Fahrzeugbatterie die Brücke zur Energieversorgung. In diesem Jahr auch mit dabei: Das Energieunternehmen Innogy. „Auf der Power2Drive Europe werden wir unser Komplettangebot vorstellen – Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher, Energiemanagement und Elektromobilität“, so Elke Temme, Senior Vice President innogy SE. „Damit bereiten wir unsere Kunden auf die neue Energiewelt vor.“

Die enge Verzahnung von Mobilität und klimafreundlicher Energieversorgung birgt große Chancen für den Markt. Denn nicht nur innerhalb der Branchen wirken Unternehmen wie jetzt bei IONITY zusammen. Das Engagement für eine neue Energiewelt bringt zunehmend mehr industrie- und branchenübergreifende Kooperationen hervor. Partnerschaften zwischen Anbietern von Ladelösungen, der Energiewirtschaft und Automobilherstellern nehmen zu. Auch durch die Zusammenführung von PV-Anlagenbetreibern und Anbietern von Ladepunkten oder Energiespeichern entstehen neue Geschäftsmodelle im Hinblick auf eine effiziente Nutzung des vorhandenen sauberen Stroms. 

 

Power2Drive Europe: Schnittstelle zwischen Energie- und Mobilitätsbranche

Die Zukunftsplattform Power2Drive Europe bildet die entscheidende Verknüpfung von Energie- und Mobilitätsbranche. Innovative Ladelösungen, Technologien für Elektrofahrzeuge und Geschäftsmodelle rund um die Elektromobilität machen das vielfältige Spektrum der neuen Fachmesse aus. Viel Raum nimmt das Topthema Ladeinfrastruktur ein. Mit Ausstellerbereichen unter anderem zu Strom-Tankstellen, Steckersystemen, Vehicle-to-Grid oder Bezahlsystemen bildet die Power2Drive Europe alle Bestandteile der Ladeinfrastruktur ab. Gemeinsam mit den drei weiteren Energiefachmessen Intersolar Europe, ees Europe und EM-Power finden Besucher in München optimale Bedingungen vor, sich über die Energie- und Verkehrswelt der Zukunft umfassend zu informieren.