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Manifest: Aufruf zu einer erfolgreichen Verkehrswende im Kontext der Erneuerbaren Energien

Politische Kurskorrekturen sowie alarmierende Berichte zum Klimaschutz haben die Veranstalter der Power2Drive Europe zusammen mit weiteren Unterstützern zu einem Manifest veranlasst. Das Ziel: die enge Verknüpfung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien voranzutreiben und eine nachhaltige Zukunft zu erreichen. Welches Potenzial in dieser Kombination aus Mobilität und sauberem Strom steckt und inwieweit die Sektorenkopplung weiter in den Fokus gestellt werden muss, zeigt The smarter E Europe, die größte energiewirtschaftliche Plattform in Europa.

Zu den Unterzeichnern des Manifestes gehören der Bundesverband eMobilität e.V., Bundesverband Neue Energiewirtschaft e.V., Bundesverband Solare Mobilität e.V., Bundesverband Solarwirtschaft e.V., Bundesverband WindEnergie e.V., Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. , der Europäische E-Mobility Verband AVERE sowie die International Battery & Energy Storage Alliance.

Sie fordern nicht nur ein klares Signal von Seiten der Politik, sondern auch eine progressive Handlungsweise von Wirtschaft und Bürgern. Das Manifest beinhaltet sieben Empfehlungen, um aufzuzeigen, warum eine enge Verknüpfung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien zwingend notwendig ist. Nur wenn die Politik klare Rahmenbedingungen definiert, kann die Grundlage für ein Gelingen der Energiewende geschaffen werden. Das komplette Manifest finden Sie hier.

Statements der Unterzeichner

Christian Heep, Vize-Präsident Bundesverband eMobilität e.V. (BEM)

„Die Schlüsseltechnologien der Energie- und Mobilitätsbranche wachsen in einer natürlichen Partnerschaft immer weiter zusammen. Dabei sollten Energiewirtschaft und Politik die mobilen Speichermöglichkeiten der Elektromobilität als wichtigen Faktor in der Energiewende wahrnehmen und entsprechend handeln. Im Smart Grid der Zukunft wird die Neue Mobilität so bei Last- und Bedarfsspitzen netzdienlich und verbessert die Integration Erneuerbarer Energien ins Stromnetz. Die Energie- und Mobilitätswende ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur im Verbund mit starken Partnern und in Kooperation mit allen relevanten Playern und Sektoren gelingen kann. Daher unterstützen wir die Impulse aus dem Manifest als Erstunterzeichner, um der Green Economy endlich den politischen und wirtschaftlichen Stellenwert zu geben, der notwendig ist, um unsere nachhaltigen Zielsetzungen zeitnah weiter auf den Weg zu bringen.“

Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne)

„Die Energiewende ist in erster Linie eine CO2-Wende. Elektromobilität ersetzt also Diesel und Benzin, ist aber für die Klimaschutzziele nur dann wirklich wirksam, wenn sie Erneuerbare Energien im Verkehrssektor nutzt. Elektrofahrzeuge sind also ein Schlüsselelement der dringend notwendigen Sektorenkopplung. Für diese braucht es klare Rahmenbedingungen, damit sich der Ausbau von Elektromobilität, Ladeinfrastruktur sowie der Erneuerbaren Energien schneller und umfassender als bisher vollzieht. Wir sind froh, Teil eines starken Bündnisses zu sein, das mit dem heute vorgelegten Manifest einen Vorschlag unterbreitet, wie Politik, Wirtschaft und Bürger gemeinsam die Verkehrswende voranbringen können.“

Thomic Ruschmeyer, Vorsitzender des Bundesverbands Solare Mobilität e.V. (BSM)

„Der BSM verbindet mit dem Engagement für das gemeinsame Manifest die Hoffnung, dass wir nach fast 30 Jahren Überzeugungsarbeit gemeinsam endlich die alten Widerstände überwinden und einen entscheidenden Schritt vorwärts kommen auf dem Weg zu einer echten Mobilitätswende. Solch eine emissionsfreie und damit menschenfreundlichere Mobilität erfordert neben generell effizienteren Fahrzeugkonzepten insbesondere den weiteren, zusätzlichen Aufbau von Erneuerbaren Energien aller Art für alle Einsatzzwecke, um die angestrebten und notwendigen Klimaschutzziele auch im Mobilitätssektor wirklich zu erreichen."

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar)

„Elektrofahrzeuge können nur dann Teil der Verkehrswende werden, wenn der Strom für ihren Antrieb aus Erneuerbaren Quellen kommt. Der Ausbau der E-Mobilität muss mit einem Ausbau der Photovoltaik einhergehen. Für viele Menschen wird die Elektromobilität erst dann zur attraktiven Alternative, wenn sie ihre Fahrzeuge zu Hause mit sauberem, günstigem Strom vom eigenen Dach betanken können.“

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie e.V. (BWE)

„Die Windenergie wird der Leistungs- und Masseträger der neuen Energiewelt sein. Nicht nur im Strommarkt sondern in Industrie, Gewerbe, Wärme- und Kältekonzepten und der Mobilität werden sich immer mehr Anwendungen auf die Windenergie und erneuerbare Kraftstoffe stützen. E-Mobilität muss erneuerbar sein, weil sie nur dann CO2-neutral ist.“

Dr. Götz Warnke, Vorsitzender des Fachausschusses Nachhaltige Mobilität der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. (DGS)

„Erneuerbare Energien und E-Mobility – jetzt wächst zusammen was zusammengehört! Das betrifft wahrlich nicht nur die aus klimapolitischen Gründen notwendige Sektorenkoppelung, die innerhalb weniger Jahre zu einer Elektrifizierung und Dekarbonisierung des Verkehrswesens führen wird. Es betrifft auch die Tatsache, dass immer mehr Käufer von E-Fahrzeugen sich zeitgleich eine PV-Anlage anschaffen.  Hier setzt sich die Erkenntnis durch, dass Sonnenenergie die vielfältigste, bürgernächste Form der eigenständigen Energieversorgung ist. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob die PV auf dem eigenen Hausdach, als Mieterstrom-Projekt oder als Balkon-Modul für das E-Fahrrad installiert wird. Die nächste große Bewegung ist schon im Anrollen: mit PV-Flächen ausgestattete Autos, die während der Parkzeit Energie für die nächste Fahrstrecke generieren. Die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. hat diese Entwicklungen frühzeitig erkannt. Sie unterstützt daher alle wichtigen Projekte, die auf eine CO2-freie Mobilität abzielen.“

Philippe Vangeel, Geschäftsführer des europäischen E-Mobility Verbands (AVERE)

“Als der europäische Verband für Elektromobilität bekennen wir uns zum Übergang zur Elektrifizierung in Europa. Wir unterstützen das Manifest, weil es die klare Vision für den Übergang zu einem sauberen Transportsektor in Europa darlegt.“

AVERE the European E-Mobility Assocation

Markus A. W. Hoehner, CEO International Battery & Energy Storage Alliance (IBESA)

„Die International Battery and Energy Storage Alliance IBESA ist das erste internationale Exzellenznetzwerk im Bereich Batterie und Energiespeicherung, das sich einem internationalen und praxisorientierten Wissenstransfer verschrieben hat. Wir sind davon überzeugt, dass die Energiewende und, als ein elementarer Teilaspekt, die Mobilitätswende, ganzheitlich gedacht werden muss und dass Energiespeichertechnologien den Kern einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Energieversorgung ausmachen. Daher sehen wir uns in der Pflicht, über diese Zusammenhänge aufzuklären und unser weltweites Netzwerk und unsere Marktforschungsexpertise zu nutzen, um die Handlungsfähigkeit von Unternehmen und anderen Akteuren zu fördern. In diesem Sinne ist es für uns eine Ehre, zu den Unterzeichnern dieses Manifests zu gehören und uns gemeinsam für die Sektorenkopplung im Energiebereich, und im Besonderen für den Ausbau der Elektromobilität, zu engagieren.“